Frühjahrsauktion 2026: Schmuck | Kunst | Antiquitäten | Militärhistorie & Sammlerstücke

Gerhard Mantz - The Assassin Nr.5, 2018

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Startpreis: €400

Beschreibung

Gerhard Mantz – The Assassin Nr.5, 2018
Moderne Digitalkunst. In dieser dramatisch inszenierten Komposition bricht Gerhard Mantz mit der Stille seiner früheren Arbeiten und entwirft eine filmische Szenerie voller politischer Sprengkraft. Im Zentrum sitzt eine junges Mädchen im roten Korsett mit stoischem Ausdruck auf einem massiven Schreibtisch, in einer Hand hält sie eine Pistole, während im Vordergrund eine leblose Figur, mit der US-Flagge verhüllte Figur sowie eine umgestürzte Lampe und verstreute Dokumente von einem gewaltsamen Umsturz zeugen. Requisiten wie das rote Telefon und die US-Flagge verorten das Geschehen symbolisch im Zentrum der Macht, es erinnert an das Oval Office im Weißen Haus. Ein historisches Schlachtengemälde im Hintergrund fungiert dabei als bitterer Kommentar auf Gewalt als historisches Kontinuum. Mantz nutzt die Ästhetik computergenerierter Welten für eine beunruhigende politische Allegorie, die Themen wie den Zerfall staatlicher Ordnung, den Verlust von Autorität und die Gewalt im digitalen Zeitalter reflektiert. Dabei erzeugt der Kontrast zwischen der „unschuldigen“ Physis der Attentäterin und der Schwere der Tat eine tiefgreifende Ambivalenz. Größe: 160 x 140 cm. Hochwertiger Digitaldruck (Inkjet) auf Leinwand. Aus direktem Nachlass des Künstlers.

Gerhard Mantz (*1950, Neu-Ulm – 2021) erkannte schon früh die künstlerischen Möglichkeiten der Computertechnologie und konnte diese für seine Arbeiten mit Talent einsetzen. Mantz studierte 1970-75 an der Kunstakademie Karlsruhe und kam in den 1980er Jahren nach Berlin wo er auch viele Ausstellungen hatte. In seinen frühen Jahren schuf Mantz noch reale Objekte, Plastiken aus Acryl, MDF, Holz und anderen Stoffen. Um das begrenzte Spektrum der anfassbaren Realität zu erweitern, fokussierte er sich in den 1990er und 2000er Jahren immer mehr auf virtuelle Objekte und gestaltete überwiegend Digitale Kunst. Es kam zur Entmaterialiserung. Für seine Digitalkunst erlangte der Künstler auch internationale Bekanntschaft. Seine Werke wurden in ganz Europa und den USA ausgestellt.
U.a. 1985 Künstlerhaus Bethanien, 1988 Georg Kolbe Museum Berlin, 1989 Contemporary Art Center Osaka, 1990 Karl Bornstein Gallery, Los Angeles, 1999 Brandts Klædefabrik, Odense, 2008 P.S.1 Contemporary Art Center – Museum of Modern Art (MoMA) New York, 2014 Rosier Gallery, Berkeley, 2016 Galerie Hammelehle und Ahrens Köln in St. Gertrud, sowie zuletzt vermehrt im Till Richter Museum im Schloss Buggenhagen mit seinem letzten imposanten Werkzyklus „Avatare“. Diese Figuren werden oft als Jugendliche oder heranwachsende dargestellt und zeigen diese oftmals in surrealen Szenerien. Die Entkleidung der Figuren dient dazu die Verwundbarkeit zu verdeutlichen, Sie verharren eingekapselt in emotionalen Situationen und angedeuteten Geschichten. Die Bildkompositionen nehmen zum Teil kunsthistorische Anleihen, verweisen Caravaggio, Jan Vermeer van Delft, Antonio Mancini oder den kontroversen Künstler Balthus. Genauere Biographie auf der Künstler Homepage www.gerhard-mantz.de