Frühjahrsauktion 2026: Schmuck | Kunst | Antiquitäten | Militärhistorie & Sammlerstücke

Richard Aich Künstlernachlass mit Staffelei, Zeichnung, Fotos und persönliche Briefe

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Startpreis: €200

Beschreibung

Richard Aich Künstlernachlass mit Staffelei, Zeichnung, Fotos und persönliche Briefe
umfangreicher Künstler Nachlass von Richard Aich (1886, Geislingen – 1975, Ulm). Bestehend aus großer Holzkiste in feldgrauer Lackierung, auf dem Deckel beschriftet R. Aich Ulm Bayerstr. 36. Koffer im Fundzustand vom Dachboden des Künstlerhauses. Voll mit verschiedenen Foto Negativen und entwickelte Fotos, u.a. ein Porträt Foto von Aich in militärischer Uniform vor seinen gemalten Werken im Atelier. Aber auch erwähnenswert sind die Fotos von den gemalten Kriegsbildern in Mazedonien zur Zeit des 1. Weltkriegs. Viele persönliche Briefe teilweise auch als Feldpost, sowie zahlreiche Reichspost Telegramme zur Hochzeit von Aich und Spicker in Paderborn 1940.
Literatur u.a.: Statuten des Vereins Feldgrauer Künstlerbund München (Verein kriegsbeschädigter bildender Künstler und ehemaliger Kriegsteilnehmer); Von Bildhauern und Malern der Künstlergilde Ulm 1929 (Auch ausführlicher Beitrag zu Aich in diesem Heft); Insel Almanach auf das Jahr 1916; Deutsche Anabasis 1918 – Ein Rückzug aus dem Bulgarischen Zusammenbruch in Mazedonien (Mit handgezeichneter Karte der Region); Was ist Deutsch in der Deutschen Kunst ? – Schriften zur Deutschen Lebenssicht 1934.
Dazu Aichs persönliche Feldstaffelei mit Farbkasten (eingetrocknet) und eine Bleistiftzeichnung von einem Kleinkind, bez. Ingeborg 1925, monogrammiert „RA“.
Sehr interessanter Künstlernachlass mit umfangreicher Dokumentation und persönlichen Erkenntnissen

Richard Aich wurde in Geislingen am Heuberg bei Balingen geboren. Nach seinem Studium an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und der Akademie der Bildenden Künste in München beim Karl Raupp sowie Carl Johann Becker-Gundahl arbeitete er zunächst als freier Maler und Grafiker, unter anderem für den Simplicissimus, später als Kunsterzieher.
Im Ersten Weltkrieg war Aich als Kriegsmaler in Mazedonien tätig. Seine Werke dienten der militärischen Aufklärung und wurden zur Auswertung an die Heeresleitung nach Berlin geschickt. Neben strategisch wichtigen Darstellungen entstanden auch zahlreiche Bilder der Landschaft sowie von Menschen und Alltag der Region, die sein Interesse an Land und Kultur widerspiegeln. Nach dem Krieg arbeitete Aich als Porträtmaler und gestaltete Innen- und Außenräume von weltlichen und kirchlichen Bauten in Süddeutschland. Zu seinen späten Arbeiten zählt die Restaurierung der Fassadenmalerei am Ulmer Rathaus. Er war Mitglied der Ulmer Künstlergilde und pflegte tauschte sich mit anderen Künstlern der Gilde aus u.a. Ludwig Ade, Jakob Bräckle, Wilhelm Geyer, Leo Kahn, Martin Scheible, Alfred Vollmar.