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Frühjahrsauktion 2026: Schmuck | Kunst | Antiquitäten | Militärhistorie & Sammlerstücke
Los 282:
Richard Aich (1886, Geislingen - 1975, Ulm) - Tanz im Gleichgewicht
Beschreibung
Richard Aich (1886, Geislingen – 1975, Ulm) – Tanz im Gleichgewicht
Mischtechnik / Gouache auf Papier. Im Passepartout unter Glas massiv gerahmt. Bildmaß 63 x 49cm. Rahmen 91 x 72cm. Aus direktem Nachlass des Künstlers.
In einer farbintensiven, abstrakt figurativen Komposition verdichten sich Linien und Flächen zu zwei tanzenden Figuren. Rhythmische Farbkontraste und spannungsvolle Formen erzeugen Bewegung und Dialog, während die Abstraktion Raum für unterschiedliche Lesarten lässt. Das Werk verbindet konstruktive Strenge mit expressiver Leichtigkeit und macht Dynamik zum zentralen Bildthema.
Richard Aich wurde in Geislingen am Heuberg bei Balingen geboren. Nach seinem Studium an der Kunstgewerbeschule Stuttgart und der Akademie der Bildenden Künste in München arbeitete er zunächst als freier Maler und Grafiker, unter anderem für den Simplicissimus, später als Kunsterzieher.
Im Ersten Weltkrieg war Aich als Kriegsmaler in Mazedonien tätig. Seine Werke dienten der militärischen Aufklärung und wurden zur Auswertung an die Heeresleitung nach Berlin geschickt. Neben strategisch wichtigen Darstellungen entstanden auch zahlreiche Bilder der Landschaft sowie von Menschen und Alltag der Region, die sein Interesse an Land und Kultur widerspiegeln. Nach dem Krieg arbeitete Aich als Porträtmaler und gestaltete Innen- und Außenräume von weltlichen und kirchlichen Bauten in Süddeutschland. Zu seinen späten Arbeiten zählt die Restaurierung der Fassadenmalerei am Ulmer Rathaus.
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